TAIJIQUAN DETAILS

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Der traditionell-chinesischen, taoistischen Philosophie nach umfasst das Taiji die Einheit und das Wechselspiel der sich ergänzenden Ur-Polaritäten von Yin und Yang. Das chinesische Lautzeichen „Quan“ steht hierbei für Faust. Insgesamt verweist der Begriff Taijiquan also auf die Wurzeln einer Kampfkunst nach den Prinzipien von Yin und Yang. Daher zählt Taijiquan auch zu den inneren Kampfkünsten.

 

Heute zeigt sich Taijiquan als ein ganzheitlicher Übungsweg für Menschen in aller Welt. Mit seinen weich wirkenden und fließend ineinander übergehenden Bewegungen eröffnet Taijiquan jedem Übenden die Möglichkeit, die tief reichenden Erfahrungsbereiche von Körper, Energie und Geist auszuloten und in harmonischer Weise zu kultivieren.

 

Beim Taiji-Üben und -Erlernen spielen sowohl gesundheitlich vitalisierende wie auch meditative und Kampfkunst-Aspekte eine Rolle. Dabei kommen in der Form- und Partner-Arbeit die Taiji-Prinzipien zur praktischen Anwendung. Somit wird das Zusammenwirken des Körpers und des ihn bewegenden Geistes auf subtile Weise beleuchtet und geschult. Die Effekte konzentrierten und beständigen Übens zeigen sich im Taijiquan zumeist in einer wachsenden Gelassenheit sowie natürlichen, wachen Präsenz im Alltag.

 

Wer sich von den Prinzipien und dem Übungsweg des Taijiquan angesprochen fühlt, kann dies gern im Rahmen einer Probestunde für sich ausprobieren.

 

 

Die historischen Wurzeln des Taijiquan…

 ... sollen zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert ihren Anfang genommen haben. Als Begründer der inneren Kampfkünste wird der daositische Mönch Zhang Sanfeng angesehen. Der Legende nach soll dieser beim Anblick des Kampfes zwischen einer Schlange und einem weißen Kranich die zu Grunde liegenden Prinzipien entdeckt und schließlich zur Anwendung gebracht haben.

 

Über lange Zeit waren die Prinzipien und Techniken nur einem kleinen Personen-Kreis zugänglich. Das Wissen wurde in Klöstern sowie in Familien-Clans bewahrt und dort an direkte Nachfahren oder vertraute Schüler weiter gereicht.

Entlang dieser langen Traditionslinien bildeten sich mit den Jahrhunderten im Taiji schließlich drei wesentliche Stile heraus. Entsprechend der Namen der durch sie herausgebildeten Familien-Clans lauten sie: Wu, Chen und Yang.

 

Insbesondere der Yang Stil fand auch in der westlichen Welt weitere Verbreitung. Durch Meister Yang Cheng-Fu wurde die aus 108 Bildern bestehende Langsame Taijiquan-Form entwickelt. Diese wurde durch einen seiner bekanntesten Schüler, Großmeister Cheng Man-Ching schließlich zur 37 Bilder umfassenden Yangstil Kurzform zusammengefasst.

 

Einer der namhaftesten Cheng-Man-Ching Schüler, Master Huang Xingxian entwickelte seinerseits die Fünf Lockerungsübungen (Five Loosening Exercices), systematisierte ein Set von 18 Push-Hand-Patterns und lehrte eine dem Weißen Kranich-Kung Fu entlehnte schnelle Taijiquanform namens Sanfeng Quaiquan/Schnelle Faust / Quick Fist/. Zu den tausenden von Master Huangs Schülern zählte seit 1972 auch der Neuseeländer Patrick Kelly. Ihm wurde schließlich die Ehre zu Teil, in den engsten Kreis seiner Schülerschaft aufgenommen zu werden. Noch vor dem Ableben Huangs im Jahre 1992 erhielt Patrick Kelly von seinem Meister den Auftrag, dessen Taiji-Tradition und -Wissen in die westliche Hemisphäre und nach Europa zu tragen. Auf diesem Wege erhielt Christian Rose 1993 auf einem Patrick-Kelly Seminar erstmals Gelegenheit, mit den profunden Wurzeln dieser Taijiquan-Schule in Kontakt zu kommen. Seitdem wird Christian Rose von den hier ausgehenden Prinzipien und Methoden in seiner eigenen Taiji-Arbeit geleitet.

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Körper folgt der Energie folgt dem Geist.

Taijiquan ist Ent-Spannung in

lebens-praktischer Form.